Jagdzimmer


Das heutige Jagdzimmer wurde ursprünglich als Anrichtezimmer für festliche Diners angelegt; diese Funktion hat es noch heute. Die Tür des Speiseaufzuges ist noch zu sehen. Ausgestellt sind Trophäen aus den fürstlichen Wäldern - 12 starke Hirschgeweihe, Rehgehörne, Gamskrickel, ein Auerhahn und ein Birkhahn, zwei Mufflonköpfe - sowie einige Waffen: Zwei Armbrüste mit Spannern, Steinschloßgewehre, Steinschloßreiterpistolen, eine kleine Kanone von 1596, eine Prunkhellebarde und eine portugiesische Kutscherbüchse, Kaliber 30 mm. Das Gemälde von Carl Tischbein (1835) stellt eine Wahrsagerin dar, die schaumburg-lippischen Bauern die Karten legt. Das Bild hat kunsthistorische Bedeutung, weil es die älteste dokumentierte Version der Schaumburger Tracht zeigt.