Baugeschichte

Wilhelmsteinhist.

Die Festung ruht auf einer künstlich aufgeschütteten Insel im Binnensee  Steinhuder Meer. Sie ist das Werk des Grafen Wilhelm (1748-1777), einer der großen Militärgenies seiner Zeit.

Angesichts der Bedrohung der staatlichen Eigenständigkeit Schaumburg-Lippes, insbesondere im absolutistischen Zeitalter der Kleinstaaterei, erkannte der Graf die Notwendigkeit, sein kleines Land so gut zu sichern, dass ein feindlicher Überfall zu einem unkalkulierbaren Risiko würde.

Zuerst befestigte Wilhelm seine Residenz in Bückeburg durch Wallanlagen, denen der schöne Barockgarten zum Opfer fiel. 1761 begann er mit dem Bau der Inselfestung, die ein zum damaligen Stand der Militärtechnik, absolut uneinnehmbarer Fluchtpunkt im eigenen Land werden sollte.

Erst zehn Jahre nach dem Tod des Grafen erhielt die Festung ihre Feuertaufe: Die Landgrafschaft Hessen-Kassel besetzte im Handstreich das kleine Land, scheiterte letzlich aber am Widerstand der Festungsbesatzung.

Die schnell fortschreitende, politische und militärtechnische Entwicklung machte die Festung jedoch bald zu einem Anachronismus, bis 1870 diente sie nur noch als Gefängnis.
Parallel dazu entwickelte sich der Wilhelmstein zu einem beliebten Ausflugsziel. Bis heute werden die Besucher im traditionellen Segelboot übergesetzt, zu der kleinen Insel mit der großen Vergangenheit, wo sie von Kanonen und Kasematten empfangen werden. Atemberaubend ist der Panoramablick vom Observatorium

 

 

 

 
 
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